245 gegen 20 Millionen: Das ist ÖFB-Gruppengegner Jordanien
Österreich ist gegen den WM-Neuling Jordanien klarer Favorit. Mit einem Marktwert von 245,2 Millionen Euro liegt das ÖFB-Aufgebot im Mittelfeld aller Teams. Die Gegner aus dem Nahen Osten sind hingegen am unteren Ende angesiedelt.
Mit 20,3 Millionen Euro ist Jordanien von den 48 teilnehmenden Teams auf dem vorletzten Platz, was den Marktwert anbelangt. Nur der Kader von Katar ist weniger wertvoll. Die Hälfte des Marktwertes des gesamten Kaders fasst Rechtsaußen Mousa Tamari aus. Der Angreifer steht bei Stade Rennes in der Ligue 1 unter Vertrag und ist damit auch der einzige Spieler Jordaniens, der in einer europäischen Top-Liga spielt.
Maßgeblichen Anteil an der erstmaligen Qualifikation für die Weltmeisterschaft hatte auch Mittelstürmer Ali Olwan. Der 26-Jährige erzielte in der WM-Qualifikation neun Treffer. Auch beim entscheidenden 3:0 über den Oman traf Olwan dreifach. Der Rest des Kaders ist in asiatischen Ligen im Nahen Osten aktiv.
Jordanien-Coach Sellami mit Anerkennung von König Abdullah II.
Jordanien beendete die Gruppe damit als Zweiter hinter Südkorea, was das WM-Ticket bedeutete. Das war nach der Finalteilnahme des Asien Cups vor zwei Jahren (1:3-Niederlage gegen Katar), der größte Erfolg in der Fußballgeschichte des Landes. Der marokkanische Trainer Jamal Sellami erhielt als Anerkennung von Jordaniens König Abdullah II. sogar die jordanische Staatsbürgerschaft verliehen.
Die Begeisterung im ganzen Land ist weiterhin ungebrochen. Angesichts der starken Konkurrenz wäre bereits das Überstehen der Gruppenphase eine kleine Sensation. Dennoch ist die Euphorie über die erfolgreiche Qualifikation für die WM-Endrunde deutlich spürbar und vielleicht gelingt ja sogar die eine oder andere Überraschung.
Das arabische Land am Jordan ist auf dem Papier wohl krasser Außenseiter in der Österreich-Gruppe mit Argentinien und Algerien. ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick warnte allerdings vor dem vermeintlichen einfachen Gegner. „Das wird alles andere als leicht, das wird kein Gegner, den man so im Vorbeigehen einfach biegt,“ erklärt der Teamchef.
Als erstmaliger Teilnehmer werden die Jordanier wohl eher defensiv auftreten und auf Konterchancen warten.
(Red.)/Beitragsbild: Imago
