Tunesien trennt sich nach WM-Auftaktpleite von Trainer

Der WM-Teilnehmer Tunesien hat offenbar während der Weltmeisterschaft seinen Trainer Sabri Lamouchi gefeuert.

Nach dpa-Informationen reagierte die Verbandsspitze damit auf die 1:5-Niederlage der Nordafrikaner in ihrem ersten Turnierspiel gegen Schweden. Vor den beiden Gruppenspielen gegen Japan und die Niederlande soll der erfahrene Mondher Kbaier das Team übernehmen. Der 56-Jährige trainierte die Nationalmannschaft Tunesiens bereits von 2019 bis 2022.

Nachfolger steht bereits fest

Als Technischer Direktor des Verbands war Kbaier bereits mit dem Team zu dieser Weltmeisterschaft gereist. Bei der WM 2022 in Katar hatten die Tunesier in der Vorrunde noch den späteren Finalisten Frankreich besiegt. Vier Jahre später geriet der Auftakt gegen Schweden jedoch zum Debakel für das Team. „Das ist eine schmerzliche Niederlage. Sie tut weh. Den Wettbewerb mit einer solch herben Niederlage zu beginnen, ist schwer“, sagte Lamouchi hinterher. Da ahnte der 54-jährige Franzose noch nicht, dass er gerade seine wohl letzte Pressekonferenz als Trainer Tunesiens gab.

Übernommen hatte Lamouchi diese Aufgabe erst vor fünf Monaten im Jänner. In den fünf Länderspielen seiner kurzen Amtszeit gab es nur einen Sieg gegen den WM-Außenseiter Haiti (1:0). Tunesische Medien schrieben schon vor Beginn der Weltmeisterschaft von einem schwer zu führenden Team, in dem erfahrene und neu berufene Spieler kaum harmonieren. Schon der Afrika Cup im vergangenen Winter endete mit einem enttäuschenden Achtelfinal-Aus gegen Mali.

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(APA)/Beitragsbild: GEPA