Achtung, kompliziert! So läuft die Auslosung für die EM 2020

via Sky Sport Austria

Durch den 2:1-Sieg gegen Nordmazedonien hat sich das ÖFB-Team für die EM-Endrunde 2020 qualifiziert. Am 30. November 2019 werden in Bukarest die Gruppen für die Europameisterschaft 2020 ausgelost (live auf Sky Sport News HD). Da die Auslosung diesmal eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit ist, verschaffen wir Euch hier einen Überblick.

Diese EM-Teilnehmer stehen bereits fest

Neben Österreich stehen aktuell 15 weitere EM-Teilnehmer fest: Belgien, Italien, Russland, Polen, Ukraine, Spanien, England, Tschechien, Frankreich, Türkei, Finnland, Schweden, Deutschland, Kroatien, Niederlande.

Insgesamt sind 24 Mannschaften bei der Endrunde dabei. Die Erst- und Zweitplatzierten der Qualifikationsgruppen erhalten direkt einen Startplatz, die vier weiteren Teilnehmer werden über die Playoffs im März 2020 ermittelt.

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So laufen die Playoffs

Aber Achtung! Die Playoff-Teilnehmer ergeben sich nicht aus den EM-Qualifikationsgruppen, sondern über die Ligaphase der Nations League. Die Playoffs setzen sich aus den 16 Gruppensiegern der Nations League zusammen, sofern sich diese nicht bereits über die EM-Quali für das Turnier qualifiziert haben. In diesem Fall rücken Teams aus der jeweiligen Liga oder ggf. aus der darunterliegenden Liga auf.

Gespielt werden je zwei Halbfinals und ein Endspiel. Die Auslosung der Playoffs findet bereits am 22. November 2019 statt.

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EM in zwölf verschiedenen europäischen Städten

Die EM 2020 findet erstmals in zwölf verschiedenen Gastgeberstädten in ganz Europa statt. Allerdings ist keiner der Gastgeber direkt für die Endrunde qualifiziert. Bei einer Qualifikation werden die Gastgebernationen automatisch in eine der sechs EM-Gruppen platziert. Die Paarungen in den Gruppen wurden mit Berücksichtigung sportlicher und geografischer Kriterien ausgelost.

Damit ist gewährleistet, dass jede qualifizierte Gastgebernation in der Gruppenphase mindestens zwei Spiele zu Hause bestreitet. Sollten beide Gastgeber einer Gruppe qualifiziert sein, wird ausgelost, wer das direkte Duell vor eigenem Publikum austragen darf. In der K.-o.-Phase gibt es jedoch keine Heimspiel-Garantie mehr.

Die wichtigsten Fakten zur Auslosung

Da nicht alle Gastgeber ihr Ticket über die EM-Qualifikation gelöst haben, können bei der Auslosung im ROMEXPO in Bukarest (30. November, 18 Uhr) folglich noch nicht die endgültige EM-Gruppen festgelegt werden. Wahrscheinlich ist sogar, dass eine zweite Auslosung nötig sein wird.

Am 30. November wird es dennoch vier Lostöpfe geben. Diese setzen sich aus einer Rangliste, basierend auf verschiedenen Faktoren aus der EM-Qualifikation, zusammen – dabei spielt natürlich auch der Gruppensieg eine Rolle.

EM 2020: Gruppen und Gastgeber im Überblick

Wichtig: Unabhängig vom Lostopf sind die Gastgebernationen bereits im Vorfeld fix einer Gruppe zugewiesen.

  • Gruppe A: Italien (Stadio Olimpico, Rom), Aserbaidschan – bereits definitiv ausgeschieden (Olympiastadion, Baku)
  • Gruppe B: Russland (St. Petersburg Stadion), Dänemark (Parken Stadion, Kopenhagen)
  • Gruppe C: Niederlande (Johan Cruijff ArenA, Amsterdam), Rumänien (National Arena, Bukarest)
  • Gruppe D: England (Wembley Stadium, London), Schottland (Hampden Park, Glasgow)
  • Gruppe E: Spanien (Estadio de San Mamés, Bilbao), Republik Irland (Dublin Arena)
  • Gruppe F: Deutschland (Fußball Arena München, München), Ungarn (Ferenc Puskas Arena, Budapest)

(bereits qualifizierte Nationen sind fett gedruckt)

Den vierten Topf bilden die vier Playoff-Sieger. Problem: Diese stehen erst nach den Endspielen im März fest. Erst dann ist endgültig klar, welche Gastgeber sich nicht über die Playoffs qualifiziert haben. Die frei gewordenen Positionen in den EM-Gruppen müssen schließlich über die Quali-Setzliste in einer zweiten Auslosung am 1. April 2020 neu vergeben werden.

(skysport.de)

Beitragsbild: dpa