Die Sky-Frühjahrsvorschau: Austria Wien

Am Freitag startet die ADMIRAL Bundesliga (alle Spiele der ADMIRAL Bundesliga live auf Sky – mit dem Sky X-Traumpass unkompliziert den besten Livesport streamen) ins Frühjahr! Vor dem Auftakt haben unsere Vereinsredakteure eine umfassende Vorschau zu ihrem jeweiligen Verein auf die Beine gestellt. Hier findet ihr die wichtigsten Infos über Austria Wien, zusammengestellt von Johannes Brandl.

Transfers

Zugänge: Frans Krätzig (Bayern München, Leihe)

Abgänge: Aleksandar Jukic (FC Sotchi), Matthias Braunöder (Como, Leihe mit Kaufoption), Matan Baltaxa (Maccabi Tel Aviv)

Vorbereitung

Die Wintervorbereitung der Wiener Austria startete in dieser Saison mit einem Aufreger. Aleksandar Jukic wurde auf Grund disziplinärer Verfehlungen aus dem Kader gestrichen. Jukic war auch beim Trainingsauftakt nicht dabei. Später konnte man sich mit dem Mittelfeldakteur auf eine Vertragsauflösung einigen, der neue Arbeitgeber von Jukic heißt nun FC Sotchi und spielt in der ersten russischen Liga um den Klassenerhalt. Danach war es aber ruhig in der Vorbereitung der Violetten. Die Mannschaft begab sich erstmalig auf Trainingslager nach Malta um dort beim Maltacup mitzuspielen. Auf der Mittelmeerinsel gab es in Testspielen gegen Hradec Kralove und Sigma Olmütz das doch eher untypische Testspielergebnis von 0:0. Gegen Spartak Trnava (mit Ex-Veilchen Marco Djuricin) spielte das Team von Michael Wimmer 3:2.

Mit dabei auf Malta auch noch Matthias Braunöder, für ihn ging es dann aber relativ schnell nach Italien. Die Serie B ruft. Bei Como hat Braunöder, der schon länger in eine Top5 Liga wechseln wollte, einen Leihvertrag mit Kaufoption für Como unterschrieben. Mit den Norditalienern spielt Braunöder, unter Co-Trainer Cesc Fabregas, der Braunöder vor dem Transfer auch persönlich angerufen hat, um den Aufstieg in die Serie A und somit um das Ziel von Matthias Braunöder in einer Top5 Liga zu spielen.

„Absolut faire Summe“: Ortlechner spricht über Braunöder-Ablöse

Die Testspiele gegen dan FAC und Dunajjska Streda konnten zum Abschluss der Vorbereitung auch gewonnen werden. Die Testspielbilanz mit drei Siegen aus fünf Spielen und 9:3 Toren liest sich ganz ok, das Erzielen von Toren bleibt aber weiterhin das große Thema der Austria. In der Bundesliga steht die Austria nach 17 Spielen bekanntlich auch nur mit 16 Toren da. Da hilft der Ausfall von Fisnik Asllani auch nicht weiter. Der deutsche Leihspieler zog sich im Trainingslager eine schmerzhafte Verletzung der Fußsohle zu und auch kurz vor dem Cupspiel gegen Sturm gab es den zweiten Verletzungsschock in Violett. Christian Früchtl fällt mehrere Wochen mit einer Knieverletzung aus.

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Wie auch schon im Cup wird nun Mirko Kos seine Chance als Nummer 1 bekommen. Kos der sich in den vergangenen Jahren stehts als Nummer 2 hinten eingereiht hat tritt jetzt nach vor. Er hat in seinen Einsätzen durchwegs überzeugen können, egal ob von Beginn oder als kurzfristiger Ersatz von Christian Früchtl in einem Spiel.

Krätzig sofort Stammspieler auf der linken Seite?

Auf der Seite der Zugänge blieb es lange ruhig am Verteilerkreis, erst im Finish vollzog die Austria noch einen Transfer und einen durchaus spannenden. Frans Krätzig kommt von Bayern München auf Leihbasis bis Saisonende. Krätzig stand in dieser Saison in allen Spielen der Bayern im Kader, kam auf vier Einsätze in der deutschen Bundesliga und auf einen Kurzeinsatz in der Champions League gegen Kopenhagen. Kräzigs Stammposition ist auf der linken Seite, was das nun für Polster und vor allem Guenouche bedeutet, werden die nächsten Wochen zeigen.

Positiv sicherlich auch die Meldungen um Marko Raguz. Der Stürmer ist bei der Mannschaft, trainiert individuell und ist aktuell schmerzfrei, der Weg zurück ist aber noch ein langer für Raguz der seinen bisher letzten Einsatz Anfang März 2022 verzeichnet – also vor 23 Monaten. Auch die beiden Kreuzbandpatienten El Sheiwi und Wustinger sind auf einem guten Weg zurück.

Vor Cup-Schlager: Ortlechner gibt Update zu Raguz-Comeback

Im ersten Pflichtspiel des Frühjahrs sah man die violette Problemstelle recht deutlich. In der ersten Hälfte spielten die Wiener gegen den amtierenden Cupsieger Sturm, in Graz, gut mit und konnten auch Chancen kreieren. Nur ein Tor wollte nicht gelingen. Sturm hingegen traf einmal früh und einmal spät in Hälfte eins und in der zweiten Spielhälfte hatte die Austria Offensiv wenig zu bieten. Damit ist das Thema Cup für diese Saison auch erledigt und der Fokus kann auf die Bundesliga gelegt werden.

Dort braucht es auch eine starke Performance um noch in die TOP 6 einzuziehen. Viele Patzer darf sich die Austria nicht leisten. Die angebliche interne Rechnung mit 13 aus 15 Punkten ist sehr hoch angesetzt (Anm.: Das wäre ein Punkteschnitt von 2.6. Salzburg hat aktuell 2.3). Vielleicht reicht auch weniger. Die Auslosung könnte mit drei Heimspielen der Austria in die Karten spielen.

Der Start gegen Hartberg kann schon richtungsweisend sein, vor allem in Sachen Stimmung am Verteilerkreis. Danach zu Hause Altach, dann Derby gegen Rapid, das Gastspiel bei BW Linz und am Ende noch die WSG zu Hause. Es wird wohl ein Zittern bis zum Schluss werden, aber warum sollte es in dieser Saison anders sein als in der Vergangenen? Das Erreichen der Meistergruppe ist kurzfristig für die Wiener Austria ein wichtiges Ziel.

Austria Wien gegen TSV Hartberg am Samstag ab 16 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria 2 – mit dem Sky X-Traumpass das Spiel live streamen!

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Lizenzthema schwebt weiter über dem Verein

Soweit das sportliche Thema der Austria, aber langfristig ist das Finanzthema das Wichtigste im Verein. Wie geht es finanziell weiter bei der Wiener Austria. Es könnte in den kommenden Wochen eine Entlastung geben. Das Thema Schuldenschnitt und gleichzeitig Verkauf der Generali Arena schwebt immer wieder über dem Verein. Selbst wenn diese Lösungen eintreten, die auch Überlebenswichtig sind, muss danach auch erfolgreich gewirtschaftet werden.

Mittelfristig ist auch das Thema Lizenz zu bewältigen. Hier wurden in der vergangenen Saison auch Transfereinnahmen in den Lizenzierungsantrag geschrieben, die durch Querfinanzierung abgesichert sind, diese Einnahmen konnten allerdings nicht erzielt werden. Bekommt die Austria in dieser Saison die Lizenz und damit die Zulassung für die kommende Spielzeit in erster Instanz?

Kader

Aktuell stehen dem Trainer abzüglich der Langzeitverletzten Raguz, ElSheiwi und Wustinger 24 Spieler zur Verfügung. Asllani und Früchtl sind noch einige Wochen angeschlagen out.

Rising Star

Als Rising Star könnte sich Romeo Vucic hervortun, der Offensivmann hat im Winter vor allem an seinem Körper gearbeitet und bringt wichtige Attribute ins Spiel von Michael Wimmer.

Auf seiner idealen Position spielt aktuell allerdings Andreas Gruber und Gruber hat im Winter bewiesen, dass er Tore schießen kann. Hier könnte ein schöner Konkurrenzkampf entbrennen.

Ankick-Tipp

Als Tipp für alle Ankick-Spieler kann man sicher Romeo Vucic nennen, aber auch Mirko Kos im Tor (für die nächsten Runden) kann sich am Transfermarkt als Schnäppchen herausstellen, auch Muharem Huskovic ist wieder fit und sicherlich für Punkte gut.

Romeo Vucic
165

Romeo Vucic

PositionAngriff
VereinFK Austria Wien

Mögliche Startelf

Spielanlage

„So schnell wie möglich, so kontrolliert wie nötig“ ist weiterhin der Leitsatz der Spielidee von Michael Wimmer. Die Mannschaft soll den Gegner unter Druck setzen und bei Ballgewinnen sofort den Weg nach vorne suchen. „Zielstrebig, aktiv mit der nötigen Ballkontrolle. Viele Balleroberungen mit Elan, so dass die Zuschauer gerne zuschauen,“ so der Trainer.

Das Toreschießen seit Abgang von Tabakovic einfach ein großes Problem. Gruber hatte ein hoch, das ist inzwischen auch schon vorbei. Vielleicht zündet die Offensive ja noch in dieser Saison. Positiv auf jeden Fall, dass die Violetten hinten eine gute Abstimmung gefunden haben.

Prognose

Ich denke, dass Spiel gegen Hartberg kann schon eine Richtung vorgeben, auch wenn die Austria eine gute Auslosung mit drei Heimspielen hat wird das Erreichen der Meistergruppe kein einfaches Unterfangen. Die Violetten starten von Platz 8 in dieses Rennen und müssen somit zwei Gegner hinter sich lassen. Mit Hartberg zu Beginn und dem Derby gegen Rapid gibt es auch zwei Teams auf dem Spielplan die vor der Austria liegen.

Ein gelungener Start wäre für die Mission TOP 6 nicht nur sportlich, sondern auch moralisch und Stimmungstechnisch am Verteilerkreis sicher kein Fehler. Es wird wieder ein zittern bis zur 22. Runde und am Ende eine haarscharfe Entscheidung.

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Bild: GEPA