Ex-ÖFB-Torhüter Alexander Manninger tödlich verunglückt
Der österreichische Fußball steht unter Schock: Der frühere Nationalteam-Torhüter Alexander Manninger ist tot. Der Salzburger verunglückte am Donnerstag bei einem Autounfall mit der Salzburger Lokalbahn. Er wurde 48 Jahre alt.
Laut Polizei wurde der Pkw von Manninger um 8.20 Uhr beim Überqueren der Eisenbahnkreuzung in Nußdorf am Haunsberg (Flachgau) vom Triebwagen erfasst und mitgeschleift. Ersthelfer befreiten den Ex-Goalie, der allein unterwegs war, aus dem Wrack. Die Wiederbelebungsmaßnahmen waren erfolglos. Der Lokführer blieb unverletzt. Die Unfallursache wird noch erhoben.
Manninger startete seine Karriere bei Austria Salzburg und sorgte 1997 für einen Meilenstein im österreichischen Fußball. Als erster Spieler aus Österreich wechselte er in die englische Premier League zu Arsenal. Dort kam er auf 39 Einsätze und feierte in der Saison 1997/98 große Erfolge mit dem Gewinn von Meisterschaft und FA Cup.
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Im weiteren Verlauf seiner Laufbahn zog es ihn vor allem nach Italien. Dort stand er unter anderem bei Vereinen wie dem AC Siena und Juventus Turin zwischen den Pfosten. Gegen Ende seiner Karriere war er zudem zwei Jahre beim FC Liverpool unter Vertrag.
Auch im Nationalteam war Manninger eine feste Größe: Insgesamt absolvierte er 33 Länderspiele für Österreich. Bei der Europameisterschaft 2008 im eigenen Land fungierte er als Ersatzkeeper hinter Jürgen Macho.
„Alexander Manninger war auf und neben dem Platz ein herausragender Botschafter des österreichischen Fußballs. Mit seiner internationalen Karriere hat er Maßstäbe gesetzt und viele junge Torhüter inspiriert und geprägt. Seine Professionalität, seine Ruhe und seine Verlässlichkeit haben ihn zu einem wichtigen Bestandteil seiner Mannschaften und auch des Nationalteams gemacht. Seine Leistungen verdienen höchsten Respekt und werden unvergessen bleiben. In dieser schweren Zeit sind unsere Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen“, sagte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel.
(red./APA) / Artikelbild: GEPA
