MONTREAL, QC - NOVEMBER 30: Michael Raffl 12 of the Philadelphia Flyers looks on during the first period of the NHL, Eishockey Herren, USA game between the Philadelphia Flyers and the Montreal Canadiens on November 30, 2019, at the Bell Centre in Montreal, QC Photo by Vincent Ethier/Icon Sportswire NHL: NOV 30 Flyers at Canadiens PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxRUSxSWExNORxDENxONLY Icon1911300855

Infos, Zahlen und Fakten: Die National Hockey League im Porträt

von Mathias Blaas

Die National Hockey League gibt’s ab der Saison 2021/22 auf Sky! Rund 300 Spiele werden live zu sehen sein – mit dabei sind sowohl Spiele der Regular Season und der Stanley Cup Playoffs , als auch das NHL Winter Classic, das NHL All Star Game und alle Partien der Stanley Cup Finals.

32 Mannschaften kämpfen in der besten Eishockey-Liga der Welt jedes Jahr um den heiß begehrten Stanley Cup – wir möchten euch einige Infos und Fakten rund um die NHL vorstellen.

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Regular Season:

  • Die Reguläre Saison 2021/22 findet vom 12. Oktober 2021 bis zum 29. April 2022 statt
  • Die 32 Teams sind geografisch in Eastern und Western Conference aufgeteilt, welche wiederum in Atlantic & Metropolitan und Central & Pacific Division unterteilt sind.
  • Jedes Team bestreitet 82 Saisonspiele
  • 26 Spiele gegen Teams in der eigenen Division
  • 24 Spiele gegen Teams in der anderen Division, aber in der eigenen Conference
  • 32 Spiele gegen Teams der anderen Conference
  • Der Gewinner des Spiels erhält immer 2 Punkte – der Verlierer 0 Punkte (falls die Niederlage nach 60 Minuten feststeht)
  • Es gibt kein Unentschieden. Wenn es zu einem Gleichstand nach Verlängerung kommt, entscheidet ein Shootout
  • Das Verlierer-Team erhält nach Verlängerung oder Shootout 1 Punkt
  • Die ersten drei Mannschaften aus jeder Division qualifizieren sich direkt für die Playoffs. Die verbleibenden vier Plätze („Wildcard Mannschaften“) werden durch die beiden nächsten punktbesten Teams pro Conference aufgefüllt, basierend auf den erzielten Punkten in der regulären Saison und unabhängig von der Divisionzugehörigkeit

Das neue Zuhause der NHL – Der Saisonauftakt der NHL 2021/22 in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf Sky

Playoffs:

  • Die Playoffs 2021/22 finden vom 02. Mai bis spätestens 30. Juni 2022 statt
  • Die Playoffs folgen der regulären Saison und ermitteln den Stanley Cup Sieger
  • An den Stanley Cup Playoffs nehmen 16 Mannschaften teil, acht in jeder Conference
  • Gespielt werden die Playoffs nach K.o. System
  • In den Playoffs gibt es insgesamt vier Runden die erste und zweite Runde sowie die Conference Finals und das
    Stanley Cup Finale
  • Erste Runde: Der Divisionssieger mit den meisten Punkten in der Conference spielt gegen das Wildcard Team mit
    den wenigsten Punkten; der Divisionssieger mit den zweitmeisten Punkten in der Conference trifft auf das
    Wildcard Team mit der besten Punktzahl. Die Mannschaften auf dem zweiten und dritten Platz in jeder Division
    spielen in der ersten Runde der Playoffs gegeneinander
  • Es gibt keine Änderung der Setzliste innerhalb der Conference in den weiteren Runden, d.h. die K.o. Runden
    werden nach einem festgelegten System gespielt
  • Jede Runde wird Best of Seven gespielt, d.h. die erste Mannschaft mit vier Siegen qualifiziert sich direkt für die
    nächste Runde des Wettbewerbs. Im Stanley Cup Finale wird die erste Mannschaft, die vier Spiele gewinnt, zum
    Stanley Cup Champion der jeweiligen Saison gekürt

 

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Besonderheiten:

NHL-Entry-Draft

In allen wichtigen US-Sportarten gibt es einen Entry Draft, so auch in der NHL. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein Verfahren, mit dem sich die Klubs untereinander über die Rechte an den vielversprechendsten Nachwuchsspielern einigen.

Die NHL besteht seit der Saison 2021/22 aus 32 Mannschaften. In jeder Runde des Entry Drafts hat jedes Franchise in der Regel einen Draftpick. Das heißt, dass sich jedes Team die Rechte an einem Talent pro Runde sichern kann, in der NHL gibt es sieben Draft-Runden. Allerdings können die Klubs ihre Picks mit anderen Teams tauschen und sich dadurch mehrere Wahlrechte sichern. Normalerweise traden starke Teams einige ihrer Draftpicks zu schlechteren Klubs, um im Gegenzug fertige Spieler erhalten, die ihnen sofort weiterhelfen. Schwache Mannschaften ohne Chance auf die Playoffs wollen sich für die Zukunft rüsten und sich beim Entry Draft die Rechte an mehreren Nachwuchsspielern sichern.

NHL-Saisonvorschau Teil 1: Pacific Division

Die Reihenfolge im Draft entspricht der umgedrehten Abschlusstabelle einer Saison. Also hat das schlechteste Team die erste Wahl im Draft und das beste die Letzte. Um zu unterbinden, dass Mannschaften absichtlich verlieren und dadurch eine schlechtere Platzierung erreichen, weil sie keine Chance mehr auf die Playoffs haben, wurde 2013 eine Draftlotterie eingeführt. Mit dieser Lotterie hat das schlechteste Team zwar immer noch die besten Chancen auf den First-Overall-Pick, aber auch andere Nicht-Playoff-Teams können die Lotterie gewinnen.

Aus österreichischer Sicht interessant: Thomas Vanek wurde 2003 an fünfter Stelle von den Buffalo Sabres gedrafted. Damit ist er der beste Draft-Pick der heimischen Eushockey-Geschichte. Marco Rossi wurde im NHL Entry Draft 2020 an neunter Stelle von den Minnesota Wild gedrafted und gilt als die große Eishockey-Hoffnung Österreichs.

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Farmteams

Farmteams spielen in allen großen US-Sportarten eine wichtige Rolle. Diese Mannschaften haben die Hauptaufgabe, junge Spieler auszubilden und ihnen Einsatzzeiten zu garantieren. Die Farmteams der NHL-Klubs sind formal unabhängige Teams, die in den Minor-Leagues, z,B. der American Hockey League (AHL), spielen.

Die Farmteams haben mit den NHL-Franchises Kooperationsverträge abgeschlossen, dass Talente (zeitweise) abgestellt werden können. Zusätzlich zu den jungen Profis haben Farmteams auch routinierte Spieler, die anders als die Talente nicht immer dem höherklassigen NHL-Team gehören. Alle Spieler, die keinen NHL-Vertrag unterschrieben haben, dürfen nicht in der NHL auflaufen und sind fixer Teil des Minor-League-Teams. Interessant: Auch AHLTeams haben zum Teil eigene Farmteams, die zumeist in der ECHL spielen.

NHL-Saisonvorschau Teil 2: Central Division

Wichtig aus österreichischer Sicht: Der Vorarlberger Marco Rossi wurde wenige Tage vor Saisonstart von den Minnestota Wild zu den Iowa Wild geschickt. Der 20-Jährige schaffte es nicht, sich in der Pre-Season einen Kaderplatz beim NHL-Team aus Minnesota zu sichern. Daher wird Rossi die Saison in Iowa starten und eine prominente Rolle im AHL-Team der Wild einnehmen. Sollte sich der talentierte Center beim Farmteam von Minnesota bewähren, steht einem baldigen NHL-Debüt nichts im Weg.

Salary Cap

Das Prinzip der Gehaltsobergrenze, besser bekannt als Salary Cap, ist in allen großen US-Profi-Ligen verbreitet. Die Grundidee dahinter ist, dass Mannschaften mit geringeren Einnahmen (Sponsoren, Ticketverkäufe, Merchandising etc.) die gleiche Summe für Spielergehälter zur Verfügung haben, wie finanzstarke Klubs. So wird etwa verhindert, dass sich mehrere Topspieler ans selbe Team binden und für eine Wettbewerbsverzerrung sorgen.

In der NHL beträgt das Salary Cap in der Saison 2021/22 81,5 Millionen US-Dollar. Wie jedes Franchise der Liga diese Summer verteilt, steht jedem Klub frei. So könnte ein Team z.B. zwei Spielern je 20 Millionen US-Dollar pro Jahr zahlen und damit knapp 50% des Salary Caps für dieses Duo verbrauchen. Da die reguläre Kadergröße eines NHL-Teams 23 Spieler beinhaltet, wären diese zwei Monster-Verträge eine äußerst riskante Angelegenheit. Ein Großteil der NHL-Klubs hat zwei bis vier Topverdiener in ihren Reihen. Der bestbezahlte Spieler der Liga ist Connor McDavid mit einem Grundgehalt von 12,5 Millonen US-Dollar pro Saison.

NHL-Saisonvorschau Teil 3: Metropolitan Division

Die Gehaltsobergrenze ist im Prinzip ein Versuch, mit Regulierungen zu verhindern, dass nur wenige Teams erfolgreich sind. Das ist aber nur ein Teil der Idee: Die NHL hat die komplette Kostenkontrolle über die Teams, sodass sich kein Eishockey-Klub einen Titel “erkaufen” kann. Im Umkehrschluss wird auch kein NHL-Franchise aufgrund von Gehaltsexplosionen in den finanziellen Ruin getrieben.

Wie bereits erwähnt hat in dieser Saison jedes Team 81,5 Millionen US-Dollar für Spielergehälter zur Verfügung. 2013 lag die Gehaltsobergrenze noch bei 64,3 Millionen US-Dollar. Das zeigt, dass die Liga in der letzten Dekade ein wirtschaftliches Wachstum erlebt hat, von dem letztlich auch die Spieler profitieren.

Weitere Infos rund um das Salary Cap in der NHL findet ihr auf capfriendly.com.

NHL-Saisonvorschau Teil 4: Atlantic Division

Bild: Imago