Spanien-Duell droht: Ist Platz drei für das ÖFB-Team attraktiver?

Kuriose Ausgangslage für Österreich vor dem letzten Gruppenspiel der WM 2026: Ein Unentschieden gegen Algerien reicht für den sicheren Aufstieg. Doch ausgerechnet Platz zwei könnte der Rangnick-Elf im Sechzehntelfinale ein Duell mit Top-Favorit Spanien bescheren. Könnte Rang drei am Ende sogar die attraktivere Option sein?

Österreich hat vor dem letzten Spieltag der WM-Gruppe J den Aufstieg ins Sechzehntelfinale in der eigenen Hand. Gegen Algerien (Sonntag, ab 4:00 Uhr) genügt bereits ein Unentschieden, um Platz zwei abzusichern. Auch mit einem Sieg wäre der Aufstieg fix. Gruppensieger Argentinien steht bereits fest, Jordanien ist Gruppenletzter.

Der Haken: Der Zweite der Gruppe J trifft im Sechzehntelfinale in Los Angeles auf den Sieger der Gruppe H. Vieles spricht dafür, dass Spanien diesen Platz holen wird. Damit könnte auf das ÖFB-Team bereits in der ersten K.o.-Runde einer der größten Titelfavoriten warten.

Bei einer Niederlage gegen Algerien würde Österreich auf Rang drei zurückfallen. Damit wäre der direkte Aufstieg zwar verpasst, ein Weiterkommen als einer der acht besten Gruppendritten aber weiterhin möglich. Mit drei Punkten und einem nur knapp negativen Torverhältnis hätte das Team von Ralf Rangnick durchaus realistische Chancen auf das Sechzehntelfinale.

Ein zusätzlicher Vorteil: Österreich bestreitet das letzte Gruppenspiel der gesamten WM-Gruppenphase und kennt daher vor dem Anpfiff sämtliche Ergebnisse der Konkurrenz. Die Rangnick-Elf wird genau wissen, welche Ausgangslage im Rennen um die Plätze der besten Gruppendritten besteht.

Vieles davon dürfte allerdings Theorie bleiben. Wer die Siegermentalität von Ralf Rangnick kennt, dürfte davon ausgehen, dass sich das ÖFB-Team nicht auf Rechenspiele einlassen will und gegen Algerien auf Sieg spielen wird.