Wimbledon-Sensation Fery träumt vom Finale

Arthur Fery ist in Wimbledon der Stolz der Briten. Die Schlagzeilen über den Wildcard-Teilnehmer, Sensations-Halbfinalisten und nächsten Gegner des Deutschen Alexander Zverev schreiben sich mit dem Wortspiel für sein Tennis-Märchen fast allein: „Fery-tale“ statt Fairytale.

Der frühere College-Spieler von Stanford bekam die sportlichen Gene in die Wiege gelegt, freute sich über eine königliche Begegnung und will am 24. Geburtstag auch noch auf dem Platz stehen.

„Ein Halbfinalist in Wimbledon zu sein, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Ich habe es Spiel für Spiel genommen. Ich habe nicht vorausgeschaut, sondern einfach jedes Match so gespielt, wie es kam. Und nun stehe ich hier“, sagte Fery nach dem 6:4,7:6,6:0-Viertelfinalerfolg gegen den Italiener Flavio Cobolli. Und wurde mit royalen Worten belohnt. „Ich habe ihr gesagt, was für eine Ehre es für mich war, vor ihr zu spielen. Sie sagte nur: ‚Herzlichen Glückwunsch, mach weiter so'“, schilderte Fery seine Begegnung mit Königin Camilla. „Ich habe ihr erzählt, dass ich am Sonntag Geburtstag habe und es daher toll wäre zu spielen.“ Es ist der Wimbledon-Finaltag.

Im französischen Sèvres vor den Toren von Paris wurde Fery geboren, nur wenige Minuten vom All England Club im Südwesten Londons wuchs er auf. Seine ehemalige Schule ist nur rund eineinhalb Kilometer entfernt. „Es ist jetzt natürlich unwirklich, hier zu spielen“, sagte er selbst. Tennis und Sport wurden ihm praktisch in die Wiege gelegt. Seine Mutter Olivia Fery war selbst Tennisspielerin, sein Vater Loic Fery, französischer Geschäftsmann, ist Präsident des französischen Fußball-Erstligisten FC Lorient.

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