Friedl freut sich über gestiegenes Standing im ÖFB-Team

Trotz der großen Konkurrenz in der Innenverteidigung hat sich Marco Friedl in der jüngeren Vergangenheit zu einem fixen Bestandteil der österreichischen Nationalmannschaft gemausert.

Bei der EM vor zwei Jahren war der Tiroler noch Zuschauer, doch dann ging es in der Hierarchie bergauf. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung waren die beiden März-Testmatches, in denen Friedl in der Startelf stand. „Wenn du die Chance hast, musst du da sein“, sagte der 28-Jährige.

Sowohl beim 5:1 gegen Ghana als auch beim 1:0 gegen Südkorea bekam Friedl rund eine Stunde lang die Gelegenheit, Werbung in eigener Sache zu betreiben. „Der März-Lehrgang war extrem wichtig, die zwei Spiele sehr positiv“, sagte der Werder-Bremen-Profi am Freitag am ÖFB-Campus in Wien.

Friedl lange keine Option für Rangnick – „Hatten immer einen ehrlichen Austausch“

Neben seinen gelungenen Auftritten in den jüngsten Ländermatches hat Friedl noch ein weiteres Ass im Ärmel. In Abwesenheit des nicht fitten Maximilian Wöber ist er neben David Alaba der einzige Linksfuß in der Innenverteidigung. „Als Linksfuß ist es beim Spielaufbau auf der linken Seite sicher ein bisschen angenehmer als als Rechtsfuß. Trotzdem hat jeder Innenverteidiger von uns den Anspruch zu spielen, und jeder hat bei seinem Verein eine unglaublich gute Rolle“, betonte der zehnfache ÖFB-Internationale.

„Kräftezehrende Saison“ mit Werder

Das trifft auch für Friedl selbst zu, immerhin trägt er bei Werder schon seit geraumer Zeit die Kapitänsschleife. Als Führungsspieler war er in den vergangenen Monaten besonders gefragt, schließlich befand sich Werder einige Male bedrohlich nahe an der Abstiegszone. „Wir haben einfach eine schlechte Saison gespielt, aber jetzt ist es abgehakt. Wir sind erleichtert, dass es drei Mannschaften gegeben hat, die schlechter waren als wir“, resümierte Friedl und sprach von einer „sehr kräftezehrenden Saison für mich und den ganzen Verein“.

Friedl nach Klassenerhalt mit Werder: „Voller Fokus auf die WM“

Dabei seien die beiden Spielzeiten davor durchaus zufriedenstellend verlaufen. „Aber dann hatten wir einen Umbruch und auch einen Trainerwechsel“, sagte Friedl. Die Hoffnung auf eine Trendwende in der bevorstehenden Spielzeit ist groß, wobei Hoffenheim als Vorbild dienen könnte. Die TSG hatte 2025 mit Coach Christian Ilzer gegen den Abstieg zu kämpfen und verpasste ein Jahr später nur knapp das Champions-League-Ticket. „Da sieht man, dass es relativ schnell geht, wenn gute Arbeit geleistet wird“, meinte Friedl.

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(APA) / Bild: GEPA