„Interessiert niemanden“: Uruguay-Trainer Bielsa mit kurioser 100-Minuten-Pressekonferenz
Uruguays Trainer Marcelo Bielsa hat auf einer 100 Minuten langen Pressekonferenz mit seltsamen Aussagen für Verwunderung gesorgt.
„Wovon ich absolut überzeugt bin, ist, dass es niemanden interessiert, was ich weiß“, sagte der Argentinier. Außerdem könne er „perfekt“ erklären, „warum wir die Gruppenphase mit sieben Punkten hätten beenden müssen“. Der zweifache Fußball-Weltmeister Uruguay war bei dem Turnier in Nordamerika mit nur zwei Zählern vorzeitig ausgeschieden.
Für das frühe Scheitern der Südamerikaner lieferte der mit mehreren Blättern Papier und Statistiken ausgerüstete Bielsa merkwürdige Ansätze: „Ich merke, wenn es jemanden interessiert, was ich weiß. Nichts, was ich zu vermitteln versucht habe, war wichtig, auf keiner Ebene. Das war aus meiner Sicht nie wichtig. Ich sehe darin nichts Schlechtes – andere Leute sind nicht daran interessiert, zu erfahren, was ich weiß. Ende der Geschichte.“
Dass in der Mannschaft keine Einigkeit geherrscht habe, wie von außen bemängelt, wollte der 70-Jährige so nicht stehen lassen. „Wir waren so geeint, dass wir 20 Prozent mehr gelaufen sind als Saudi-Arabien, 30 Prozent mehr als Kap Verde und 25 Prozent mehr als Spanien“, sagte Bielsa. Der Cheftrainer war nach dem WM-Aus stark in die Kritik geraten, seine Amtszeit als Teamchef endete nach gut drei Jahren.
