Südafrika und Kanada eröffnen am Sonntag (21.00) die K.o.-Phase bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika.

Südafrika fordert Gastgeber Kanada in erstem K.o.-Duell

Südafrika und Kanada eröffnen am Sonntag (21.00) die K.o.-Phase bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika.

Der Gastgeber von 2010 trifft im ersten Sechzehntelfinale der WM-Geschichte auf den Co-Gastgeber dieses Turniers, der nun aber erstmals auf „fremdem“ Terrain in Los Angeles spielen muss. Beide Mannschaften betreten Neuland, war doch bisher sowohl für die „Bafana Bafana“ als auch die Ahornblätter bei einer WM-Teilnahme immer in der Vorrunde Schluss.

Nach drei Heimspielen in Toronto und Vancouver reisen die Kanadier nun in die USA nach Südkalifornien, die 1:2-Niederlage gegen die Schweiz kostete das Heimrecht. „Es tut uns leid, dass wir euch verlassen müssen. Aber ihr müsst uns nicht verlassen“, schrieb das Nationalteam auf Social Media und hofft nun auf große Unterstützung in L.A. Die Truppe des Ex-Salzburg-Trainers Jesse Marsch geht als leichter Favorit in das Duell mit den Südafrikanern. Beide Teams hatten ihre Gruppen mit je vier Punkten auf Rang zwei abgeschlossen. Zur Verfügung soll endlich Kapitän Alphonso Davies stehen. „Er ist bereit und wird spielen“, verkündete Marsch.

Ob es nach überstandener Oberschenkelverletzung gleich für die Startelf reicht, wollte der Coach aber nicht verraten. „Das wird sich zeigen.“ Allerdings hatte Marsch einen Davies-Einsatz bereits gegen die Eidgenossen angedeutet und damit geblufft. Der Bayern-München-Profi wartet daher noch auf seinen ersten Auftritt bei dieser WM.

Südafrika will erneut überraschen

Der afrikanische Kontrahent peilt unterdessen den nächsten Coup an. Nach dem etwas überraschenden 1:0-Sieg gegen Südkorea, durch den man sich im vierten WM-Anlauf erstmals den Aufstieg sicherte, sollen nun auch die Kanadier zu Fall gebracht werden. Dass dem Team gegen die Asiaten nicht viel zugetraut worden war, „haben wir als Motivation und als Energie zum Kämpfen genutzt“, erklärte Kapitän und Torhüter Ronwen Williams. Den gleichen Kampfgeist wolle man nun auch in der K.o.-Phase zeigen.

Fehlen wird Coach Hugo Broos allerdings Themba Zwane. Der Mittelfeldspieler hatte im WM-Eröffnungsmatch gegen Mexiko (0:2) Rot gesehen und war daraufhin für drei Partien gesperrt worden. Einen Einspruch der Südafrikaner lehnte die FIFA ab.

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