Vor 3.000 Zuschauern: ÖFB-Team absolviert erstes Training in Berlin
Großer Andrang beim ersten Training der österreichischen Nationalmannschaft in Berlin: Beim ersten – und einzigen – öffentlichen Training am Anreisetag waren rund 3.000 Zuschauer anwesend.
Wie schon beim Start der Vorbereitung in Windischgarsten durfte sich das ÖFB-Team über großes Interesse auf den Rängen freuen. Nach der individuellen Anreise am heutigen Mittwoch absolvierten die Spieler ab 18 Uhr die erste Einheit im Berliner Stadion auf dem Wurfplatz, der eigentlichen Spielstätte von Hertha BSC II, unweit des Olympiastadions. Dabei wurde das Nationalteam nicht nur von zahlreichen Selfie- und Autogrammjägern, sondern auch von Dr. Michael Linhart, Österreichs Botschafter in Berlin, empfangen.
Rangnick: EM-Titel mit Österreich „nicht völlig ausgeschlossen“
„Sie sind die besten Botschafter Österreichs hier“, meinte der frühere Außenminister, selbst ein großer Fußball-Fan, bevor er „Non-playing Captain“ David Alaba stellvertretend für die Mannschaft als Glücksbringer eine kleine Statuette eines Berliner Bären in Rot-Weiß-Rot überreichte.
Die besten Bilder des ersten ÖFB-Trainings in Berlin
Entwarnung bei angeschlagenem Posch
Knapp eine Stunde trainierten Marcel Sabitzer und Co. auf dem extra vor der EURO neu verlegten Grün im Berliner Olympiapark, einzig Stefan Posch verschwand zur Regeneration vorzeitig in der Kabine. Rechtsverteidiger Posch hatte im letzten EM-Test in der Schweiz (1:1) einen Schlag auf das Knie erhalten. Sein Einsatz im EM-Auftaktspiel am Montag (21.00 Uhr) in Düsseldorf gegen Frankreich ist laut ÖFB-Angaben nicht in Gefahr. „Der Platz ist perfekt“, sagte Abwehrkollege Maximilian Wöber nach dem Trainingsstart. „Wir sind sehr gut aufgenommen worden, die Stimmung war großartig. Es war sehr laut.“
Trainings-Tickets rasch vergriffen
Die Gratis-Karten für die Trainings-Session waren schnell vergriffen, auch weil ein Großteil davon an lokale Vereine und regionale Verbände vergeben wurde. Der ÖFB selbst verfügte über ein Kontingent von rund 400 Tickets.
Almer über Tormann-Situation beim ÖFB: „Es ist schon erstaunlich“
Das erste EM-Spiel des ÖFB-Teams findet am Montag, 17. Juni, gegen Frankreich in Düsseldorf statt, ehe das Berlin-Doppel gegen Polen (21. Juni) und die Niederlande (25. Juni) folgt.
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Unter den Gästen war auch Ralph Krueger. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Wiener Austria, zuvor als Eishockey-Trainer in der NHL und im Fußball in der Premier League bei Southampton engagiert, hatte den Österreichern bereits im Vorbereitungscamp in Windischgarsten einen Besuch abgestattet. In Berlin wird am Donnerstag ein weiterer Motivationsvortrag des Schweizers folgen.
Die ÖFB-Spieler waren Mittwochmittag in der deutschen Hauptstadt zusammengekommen. Alle 26 Kaderspieler rückten pünktlich im Schlosshotel Berlin im Stadtteil Grunewald ein, in dem das deutsche Team bei seinem „Sommermärchen“ bei der Heim-WM 2006 untergebracht war. Erster Programmpunkt nach kurzen Begrüßungsworten von Teamchef Rangnick: ein gemeinsames Mittagessen.
ÖFB-Teamspieler im Berliner Schlosshotel angekommen
Die Vorfreude war spürbar. „Ich war die ersten ein, zwei Stunden wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal auf Urlaub fährt oder Schulferien hat“, schilderte Wöber. Der EM-Debütant lobte auch das Hotel. „Wir haben dort alles, was man braucht. Die Zimmer sind super, draußen ist ein Garten.“ Gernot Trauner pflichtete bei: „Es sind kurze Wege zum Trainingsplatz und perfekte Bedingungen – das ist alles sehr gut überlegt.“
Das EM-Quartier des ÖFB-Teams:
Die Spieler reisten am Vormittag individuell an, Marko Arnautovic etwa mit einem Linienflug aus Wien. Auf dem Flughafen Berlin Brandenburg wartete bereits Alaba auf den Offensivmann. Den Transfer ins Hotel absolvierten die beiden Freunde aus Wien gemeinsam in einer VIP-Limousine.
Beim Training erschienen die Spieler wie Rangnick mit neuen, personalisierten Kapuzenpullovern im ÖFB-Design. „Wir zeigen Gesicht“, stand auf den Rücken über einem stilisierten halben Konterfeis jedes Akteurs zu lesen. Nach der Einheit erfüllten die Akteure trotz eines vergleichsweise kühlen Abends in Berlin in dicke Jacken gehüllt noch geduldig Autogrammwünsche.
Der EM-Kader des ÖFB-Teams:
(Red./APA).
Beitragsbild: Imago.
