Bayern CL

Frühe Euphorie bei Bayern & Liverpool nach CL-Auftaktsiegen

Der überzeugende 3:1-Heimsieg gegen Chelsea spendet dem FC Bayern früh in der Saison weiteren Optimismus.

„Wir sind froh, dass wir eine große Mannschaft zuhause geschlagen haben. Das ist ein gutes Zeichen“, sagte Manuel Neuer nach dem geglückten Champions-League-Start der Münchner gegen den Club-Weltmeister und Conference-League-Gewinner. Ein Zeichen, das der deutsche Rekordmeister nach Debatten um seine Rolle in der „Königsklasse“ sendete.

Laimer nach geglücktem CL-Start: „Können immer besser werden“

Sechs Pflichtspiele, sechs Siege – für die Bayern läuft es zum Saisonstart in allen Wettbewerben. „Wenn alle fit bleiben, sind wir eine Topmannschaft und können mit allen mithalten“, sagte Joshua Kimmich. Neuer klang euphorisch: „Wir reiten auf einer positiven Welle. Es ist schon eine Krönung, wie wir gespielt und sie niedergerungen haben.“ Mann des Spiels war Harry Kane, dem gegen seine Landsleute ein Doppelpack gelang.

Freund schwärmt über Kane

„So einen Spieler gibt es weltweit ganz, ganz selten“, schwärmte Bayern-Sportdirektor Christoph Freund über den englischen Torjäger auf Sky. „Aber was mich extrem beeindruckt, ist, wie er arbeitet für die Mannschaft. Der ist sich für keinen Meter zu schade“, sagte Freund über den „absoluten Teamplayer“ Kane. Kane selbst rückte den Teamerfolg in den Vordergrund. „Es war High Level, eine Top-Leistung. Und bis jetzt der größte Test in der Saison.“

Neuer feierte seinen 100. Sieg in der Königsklasse. „Das ist natürlich eine schöne Zahl“, sagte der Goalie nach seinem 151. Einsatz in Europas Eliteliga. Und er ist nach dem Portugiesen Cristiano Ronaldo, seinem langjährigen Bayern-Kollegen Thomas Müller und dem spanischen Tormann Iker Casillas erst der vierte Spieler überhaupt in der Champions-League-Geschichte, der die 100-Siege-Marke erreicht hat.

Wütender Simeone

Den Grundstein für eine erfolgreiche Ligaphase legten auch Titelverteidiger Paris Saint-Germain mit einem souveränen 4:0 gegen Atalanta, und Liverpool mit einem Last-Minute-Sieg gegen Atletico Madrid. Nach dem 3:2 durch einen Kopfball Virgil van Dijks in der Nachspielzeit gingen an der Anfield Road die Wogen hoch. Der bereits zuvor verwarnte Atletico-Trainer Diego Simeone sah Rot nach einer Rangelei, in die neben dem Argentinier auch Mitglieder seines Trainerstabs sowie Ordner verwickelt waren.

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Er habe sich so verhalten, weil „ich ein Mensch bin“, sagte der als Heißsporn geltende Simeone und beklagte sich, dass er mehrfach von Zuschauern beleidigt worden war. „Wir Trainer haben kein Recht, keine Möglichkeit zu antworten oder zu reagieren. Und es ist nie gut, wenn wir es doch tun. Auch wir können wütend werden.“ Welche Beleidigungen er sich anhören musste, wollte der 55-Jährige nicht mitteilen. „Ich weiß, was hinter der Trainerbank vor sich ging. Ich kann die Probleme der Gesellschaft nicht in einer Pressekonferenz lösen. Ich muss damit leben.“

Liverpools Last-Minute-Qualität

Die Spanier hatten zuvor einen frühen 0:2-Rückstand durch einen Doppelpack Marcos Llorentes noch wettgemacht. Doch wie bei allen vier Ligasiegen in dieser Saison zuvor trafen die „Reds“ nach der 80. Minute entscheidend. Van Dijk bewies bei einem Corner seine Lufthoheit. „Wir haben weiter Druck gemacht und wieder einen Weg gefunden“, sagte der Goldtorschütze. „Man muss weitermachen und die Widerstandsfähigkeit zeigen, die wir seit vielen Jahren an den Tag legen.“

Andy Robertson, der einen Freistoß von Mohamed Salah zum 1:0 abgefälscht hatte, tadelte indes auch. „Es ist großartig, bis zum Ende so weiterzumachen, aber wenn man 2:0 in Führung liegt und so gut spielt, hätte es ein angenehmerer Abend werden müssen.“ Salah, der bereits in der sechsten Minute das 2:0 besorgt hatte, ließ die Großchance auf ein zwischenzeitliches 3:1 mit einem Stangentreffer aus.

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(APA).

Beitragsbild: Imago.